Geniesserblogtreffen im Eckener Haus
Von kreuzdame am Mär 31, 2006 | In Essen, Restaurant, Die Blogger
Gut durchwachsen – ist mein kulinarisch-gastronomisches Urteil über den Abend im Eckener Haus mit der Bloggerrunde vom Genießerblog. So, wie ich vielleicht ein Stück Fleisch von der Karte (gabs nicht) gern auf meinem Teller gehabt hätte. So diskutierten wir dann in der Runde das Aufstehen und anderswo Essen bei Eintreffen der Speisekarte. Umfangreich war sie nicht, das Problem das ich sonst kenne, mich nicht zwischen drei oder mehr Gerichten entscheiden zu können, die alle in Frage kämen, hatte ich definitiv nicht. Der Weißwein aus Rotweingläsern (ich teilte mit der Königin und Ernesto einen Riesling) war gut. Vorab kam für den ganzen Tisch trockenes Brot. Na ja, praktisch trotzdem, paßte gut zu meiner Vorspeise Italien Crostini die wir rumgereicht und rundrum probiert haben. Olivencreme, eine weitere undefinierbare Creme und Guacamole – war okay, die Sprossendeko fand ich unnötig. Mein Hauptgericht war ein eher Richtung trockenes Thunfischsteak mit Pilz-Fenchel-Paprikagemüse. (das gleiche Gemüse war auch Einlage in Sams Suppe und ich glaube auch beim Strauß (den ich probiert habe und sehr lecker fand). Mein Essen hat mir geschmeckt mich aber nicht beeindruckt. Das „Gesamtbrot“ für den Tisch paßte dazu m. E. nicht, eine Sättigungsbeilage gab es nicht. Die Portion war nicht sonderlich groß, da ich aber eine Wenig-Essen-Phase habe, war das okay. Mir ist nur aufgefallen, dass ich den Teller leergegessen haben – selten bei mir in Restaurants.
Man hatte uns – für Gespräche ja günstig – einen Platz in einer ruhigen Ecke zugeteilt (Oder war das so bestellt?). Leider saß ich am Kopfende mit der Durchflugschneise zu den Toiletten im Rücken – nicht so ganz mein Fall und irgendwie fand ich die Räumlichkeiten einen Tick bedrückend. Ich kann aber nicht sagen was mich gestört hat – und werde das deshalb bei Tageslicht nochmal testen. Der kleine Raum neben dem Eingang links (ich sah ihn beim Rausgehen) gegenüber der Lounge, sah sehr viel gemüglicher aus, da möchte ich gern testweise mal Frühstücken oder Kaffeetrinken.
Den Service habe ich als eine Mischung aus Charmant-Schnodderig-Jung-Ungeübt empfunden. Paßte aber zum Ambiente. Eingespielt erschien das alles nicht, Wartezeiten waren lang, Bestecke und Besteckteile fehlen, Bestellwünsche dauerten teilweise lange, Fragenbeantwortung auch. Irgendwie (woher eigentlich) hatte ich die Idee, dass das Restaurant die eher schickere Gastronomie anstrebt und damit Flensburg bereichern würde. Dafür müssen die Betreiber noch eine Weile üben, vielleicht am Preis-Leistungsverhältnis drehen und die Toiletten saubermachen. Ich guck mir das nochmal an - vielleicht sogar mehr als einmal - hab aber das Gefühl mein bevorzugter Laden wird das nicht.
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